Christine Sohn

Hölle/Sprung

Ulrike Meinhof. Meintwegen

Vorwort: Agentenkollektiv
Bilder von Norbert van Ackeren
ISBN 3-88974-503-2· 120 Seiten · 12 Euro

Da ich an einem Komplex leide, versuche ich, ihn aufzuarbeiten. Er trägt nicht stellvertretend, sondern zu Teilen den Namen Ulrike Meinhof. Er setzt sich zusammen aus dem Kollaps meiner Lebensplanung, aus Moral, Zweifeln, Trauer, Geschichtsaufarbeitung, fehlenden Leitbildern und künstlerischen Motivationen. Ich reflektiere, um mir selber zu helfen und weil ich ein Bedürfnis verspüre, über die Totgeschwiegenste von allen zu sprechen.
Der Grund liegt nicht im Mirakel RAF, sondern in der Normalität, die ich hinter ihrem Leben so abseits der Norm sehe: in der Notwendigkeit einer außergewöhnlichen Frau, sich selber aus der Welt zu schaffen.

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Christine Sohn

Christine Sohn
geb. 1957 in Speyer, lebt in Duisburg
77–81 Studium an der HdK Berlin,
1980 Geburt eines Sohnes
82–93 Schauspielerin bei Roberto Ciulli am Theater an der Ruhr
danach freie Arbeiten als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin
Stücke bei Gustav Kiepenheuer Bühnen-Verlag, Berlin.